Australien, down and out

10.12.2018

Was soll das?! Mein Lieblings-Wunsch-Auswanderland eliminiert sich endgültig selbst von der Weltkarte. Der Klimawandel wird geleugnet, Flüchtlinge werden bestialisch auf Inseln eingepfercht und jetzt äfft man China nach. Mit einem Handstreich wird die eigene Bevölkerung als kriminell abgestempelt. Das ist schon ziemlich armselig und zeugt von einer krankhaften Beschränktheit der Regierung.

Überwachung, Macht, Kontrolle – wie groß sind bloß die Minderwertigkeitskomplexe, um von einer Enklave ehemaliger Gefängnisinsassen zu paranoiden Aufsehern zu mutieren?

Und dann immer dieser vorgeschobene Schutz vor den bösen Terroristen, die ja bereits die restliche Welt eingenommen haben und nur darauf warten endlich über Down Under herzufallen. Sicherheit, Freiheit und Überwachung ergeben in keiner Konstellation eine aufgehende Rechnung, sondern stoßen sich ab. Es drängt sich der Verdacht auf, wie ihn Florian Rötzer in seinem Artikel bei Telepolis formuliert, dass Australien als Testballon für die “Five Eyes” Länder dient. Wobei ich weiter gehen würde, denn auch in der restlichen Welt dürfte man genau hingucken, welchen Verlauf dieses extrem fragile Thema nimmt. Daraus lassen sich dann Schlüsse für das eigene Vorgehen herleiten. Besorgniserregend.

Ich hoffe, Neuseeland macht diesen Bockmist nicht nach – die Ernte meiner kommenden Bestseller will ich nicht hier genießen …

Ergänzung 21.12.2018: In einem Punkt verdient sich Australien dann doch ein Lob. Es gibt dort keine Verjährungsfristen bei sexuellen Übergriffen gegen Kinder und Jugendliche! Daran dürfen sich viele, angeblich zivilisierte Länder, gerne ein Beispiel nehmen.

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