Cash-Button ausgeloggt

11.01.2019

Erst den Heise Artikel gelesen, dann das Pendant bei Golem. Beim Lesen formulierten sich bereits Zeilen des Jubels, weil dem Zerstörer und Wegelagerer Amazon Grenzen aufgezeigt wurden. Gefror die Freude umgehend, als ich beim Nachtrag bei Golem ankam. Nicht unbedingt wegen der arroganten Uneinsichtigkeit, von einem niederen Richter zurück gepfiffen zu werden. Dieses Gebaren ist von Unternehmen, die sich für unverzichtbar halten, erwartbar, von amerikanischen erst recht. Die Widerwärtigkeit steckt im Vorschub und als Waffe eingesetzter Unschuldiger: die Konsumenten. Amazon vertritt nach seinem Verständnis alle Kunden und weiß, was diese Denken, was diese Wollen und maßt sich an, für diese zu sprechen. Zudem bestimmt der Moloch, was Innovationen sind und wie ein “Einkaufserlebnis” auszusehen hat.

Nun gut, dass es viel über Nutzer weiß, ist den bescheuerten Anwendern von “Alexa” geschuldet. Wahrscheinlich finden die diese Knöpfe “cool”, genauso, wie skrupellos abgezockt zu werden. Schließlich haben sie zugestimmt, dass Amazon Preis und Beschaffenheit nach Belieben ändern kann. Dämlichkeit lässt sich nun mal – leider – nicht verbieten. Wie dem auch sei, zumindest geht es Amazon ans Geld. Eine abweichende Beurteilung ist in der nächsten Instanz nicht zu erwarten. Allerdings sind die anfallenden Kosten für Amazon nicht spürbar, weshalb die es sich gönnen können, die Muskeln spielen zu lassen – vielleicht lassen sich Profitbremsen vom neoliberalen Größenwahn doch noch in die Knie zwingen.

Mal wieder wird alles auf den Schultern von uns Kunden abgelagert und ausgetragen. Wir sind Schuld und stehen indirekt mit vor Gericht. Absurd.

Hört endlich auf diesen Schmarotzer zu füttern!

Boykott Amazon

Amazon Dash Button: Gericht verbietet WLAN-Bestellknöpfe (Heise)

Gericht verbietet Amazons Einkaufsknopf (Golem)


Einem Voranschreiter den Rücken stärken.