Erbarmungsloser Wirtschaftskrieg

14.02.2019

Mit vereinten Kräften geht es gerade gegen Huawei. Die mediale Aufmerksamkeit hängt natürlich mit deren Größe, Bedeutung und Herkunft zusammen. Registriert die Öffentlichkeit zwar das Ausmaß, bleibt die Wahl der Waffen weitestgehend unterbewertet und unzureichend kommentiert. Dabei offenbart sich hier gerade die subtile Macht, die sich die Wirtschaft inzwischen angeeignet hat. Stumpfe, aber sehr wirkungsvolle und schmerzhafte Werkzeuge kommen zum Zuge. Diesen Methoden sollte viel mehr Beachtung gewidmet werden, weisen sie auf eine verheerende Entwicklung hin – unabhängig davon, dass sie abartig und ekelhaft sind.

Das Scharmützel um Wirecard ist lediglich ein weiteres Beispiel dieser Kriegsführung. Wie meist, dürfte das Sichtbare nur die Spitze eines Eisbergs sein. Kleinere Unternehmen verschwinden einfach still und heimlich von der Bildfläche. Wenn sie nicht zerquetscht werden, werden sie zumindest geschluckt. Das Ergebnis bleibt das gleiche, ein Konkurrent weniger.

Neoliberalismus kennt nur ein Ziel: es kann nur Einen geben! Und weil keine intelligenten Politiker*innen in Sicht sind, die das begreifen, stellen die aktuellen Marionetten alle Weichen für eine katastrophale Zukunft.


Weitsichtigkeit darf hier gefördert werden.