Gelungene Verkaufsveranstaltung

05.01.2019

Ein Schelm, wer bei den Vorfällen am Flughafen Gatwick Böses denkt? Wohl kaum, viel mehr ist es sogar das naheliegendste. Unternehmen gehen für Profite über Leichen, sonst würde es keine Waffenindustrie geben. Heutzutage reichen harmlose Vorführungen und theoretische Gefahrensimulationen nicht mehr. Konkrete Ereignisse machen Notwendigkeiten greifbar und erleichtern Verkaufsgespräche. Im Vorbeiflug erhöhen sich zudem die Preise oder brauchen wenigstens nicht rabattiert werden.

Die “Attacken” muteten viel zu gezielt und professionell an, als dass sie von Herr und Frau Nachbar spielerisch ausgeführt wurden. Hier liegt auch der Schwachpunkt der “Verkäufer”, was sie mit allen Marketing-“Spezialisten” gemein haben: weiter denken. In diesem Fall wurde wohl übersehen oder “vergessen”, dass angesichts des Ausmaßes und einhergehender Aufmerksamkeit, am Ende “Schuldige” präsentiert werden müssen. Wenn sich keine Bauernopfer finden lassen, muss trotzdem jemandem die Verantwortung in die Schuhe geschoben werden.

Wahrscheinlich wird dies Abseits der Öffentlichkeit mit entsprechenden Geldflüssen geregelt. Da es keine Toten gab, wird es in den Köpfen der meisten Menschen zeitnah von neuen, schrecklicheren Vorkommnissen verdrängt werden. Ein etwaiges Nachbohren dürfte nicht zu erwarten sein und irgendwo knallen die Champagnerkorken.

Gatwick und Heathrow kaufen Systeme zur Drohnenabwehr (Golem)