Klimawandel im Erklärungstief

12.01.2019

Das Klima wandelt sich. Punkt! Doch scheinbar wurde zu Beginn der Debatte ein ungünstiger Einstieg gewählt, weshalb nun bei allen Wetterkapriolen Erklärungsbedarf herrscht. Was andererseits permanente Untergrabungsversuche und Anfeindungen mit sich bringt. Mehrheitlich verbinden die Menschen den Begriff “Klimawandel” mit Erwärmung. Ergo führen nasse, erst recht kalte, Extreme zu Fragen und Diskussionen. Ständig sind Klimaforscher, -wissenschaftler und -experten gefordert Zusammenhänge zu begründen. Statt Veränderungen und Verantwortlichkeit zu akzeptieren und intensiver an Verbesserungen zu arbeiten, wird viel Energie und Zeit mit Zweifeln vergeudet. Aber von Verschwendung verstehen gerade die Hauptverursacher besonders viel, stellen sich nur beim Verstehen der Abhängigkeiten taub. Bedauernswert armselig.

Wir verändern das Klima. Punkt! Hört endlich auf es ständig infrage zu stellen. Es ist unbequem Abstriche von der beteiligten Bequemlichkeit zu machen und wird noch schwerer, weil der eigene Verzicht sich zeitlebens nicht spürbar auswirkt, sondern erst nachfolgenden Generationen zugute kommt. Aber da steckt das Grundproblem: Während unseres überschaubaren Lebenszyklus‘ wollen wir uns nicht mäßigen, sondern aus den Vollen schöpfen. Nein, das ist nicht menschlich, weil es dumm ist und im Widerspruch zu unserem erlangten Evolutionsvorteil steht. Menschlich wäre ein vernünftiger und respektabler Umgang mit allem, was unseren Weg kreuzt. Hierunter fallen aber eben auch gleichwertig und gerecht, womit jegliche Ambitionen zum Scheitern verurteilt sind. Wir wollen beherrschen – aber nicht uns selbst. Letztlich ist mit unserem Machtanspruch alles unvereinbar, weshalb wir erst Kompromissbereit sind, wenn die Auswirkungen unerträglich schmerzhaft werden. Mit dem Rauchen aufhören, wenn der Krebs einen schon zur Hälfte ins Grab gebracht hat, ist komplett idiotisch, demonstriert aber perfekt unseren Schwach-Sinn. Nichtraucher sind deswegen nicht aus dem Schneider, sitzen wir schließlich alle im selben Glashaus.

Klimawandel könnte Schneechaos begünstigen (Klima Reporter)


Werterhalt stärken.