Kommentarlos

15.01.2019

Viele große Medien haben bereits kapituliert, jetzt resigniert auch Netzpolitik und schränkt die Kommentarfunktion ein. Ganz aufgeben will man dort noch nicht, dürfte aber, wie auch schon anderswo, irgendwann unausweichlich werden. Frust und Missmut über haarsträubende Fehlentwicklungen knipsen vermehrt geistige Kapazitäten bei den Menschen aus. Unterbelichtet irren sie durchs Netz und setzen ihre stinkenden Duftmarken. Einer elementaren Auseinandersetzung sind sie nicht mehr gewachsen oder gewillt, diese zu führen. Als dummes Schlachtvieh behandelt, wird eben auf diesem primitiven Niveau die Sau raus gelassen. Politik weigert sich zu begreifen oder ist selbst dafür noch zu unfähig, weshalb deren gekünsteltes Entsetzen immer lächerlicher wird und wirkt.

Cookies und DSGVO sind natürlich ein Grund, weshalb ich keine Kommentarfunktion anbiete. Aber auch ohne diese, würde ich keine anbieten. Dafür ist nicht mal Fantasie nötig, um sich vorzustellen, womit ich mich dann herumschlagen müsste. Nö, brauche ich nicht und ist mir meine Zeit und Energie auch zu wertvoll, um sie für beschränkte Strukturen zu verschwenden. Wir Menschen können es besser – dafür kämpfe ich vehement –, aber wenn das für Spackos zu hoch ist, sollen die in ihren dunklen Löchern versauern.

Die Kommentare sind tot, lang leben eure inhaltlichen Ergänzungen! (Netzpolitik)


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