Schutzbehörde für die Telekom

19.01.2019

Die Aufgabe der Bundesnetzagentur (BNetzA) besteht eigentlich darin, den Markt dahingehend zu regulieren, einen ausgeglichenen Wettbewerb zu schaffen, der alle Marktteilnehmer (Verbraucher, Unternehmen) vor Übervorteilung schützen und Einhaltung geltender Gesetze achten soll. Eigentlich. Jedoch gebärdet sich die Behörde überwiegend als Schutzpuffer für eine ehemalige Behörde, die ihre bürgerliche Vergangenheit vergessen hat und kapitalistischer als seine Wettbewerber agiert. Als Alibi hebt die BNetzA manchmal den warnenden Zeigefinger, verkennt dabei aber die präsentierte Lächerlichkeit. In entscheidenden Momenten auf einen gelähmten, unmotivierten oder einfach stillhaltenden Aufpasser zählen zu können, nutzt die Telekom skrupel- und grenzenlos aus. Scheffelt unrechtmäßige Profite und behindert Mitbewerber wo sie nur kann. Verhält sich, als sei Diskriminierung ihr zweiter Vorname. Will die BNetzA nicht ihr letztes Quäntchen Glaubwürdigkeit verlieren, muss sie schleunigst beim Thema StreamOn massiv spürbar durchgreifen. Netzneutralität ist ein wertvolles Gut, welches sich nicht wiederherstellen lässt, ist es einmal zerstört. Wer mit der Faust droht, aber dann mit der Feder streichelt, riskiert seine Ernsthaftigkeit die Toilette hinunter zu spülen. Aber für eine Handvoll Dollar seine Seele an den Teufel zu verkaufen, ist in Zeiten des Profitgebieters zur lukrativen Pflichtübung mutiert und kaum noch anrüchig.


Einsatzfreude beflügeln – falls noch etwas vom Schmiergeld übrig ist.